Longieren mit Köpfchen
Biomechanisch sinnvolle Longenarbeit nach dem Konzept „Longieren als Dialog“ (LaD) am 19. Juni 2027 bei uns in Haverbeck
Longieren gehört für viele Pferdebesitzer ganz selbstverständlich zum Trainingsalltag. Doch was passiert eigentlich im Körper des Pferdes, wenn es sich auf einer gebogenen Linie bewegt? Welche Anforderungen stellen wir an seine Muskulatur und sein Gleichgewicht? Und wie können wir durch unsere Körpersprache und Hilfengebung dazu beitragen, dass Longieren zu einem sinnvollen, gesundheitsfördernden Training wird?
Für diesen Tageskurs kommt Cara-Fiete Knuf, Pferdeosteopathin, ausgebildete LaD-Trainerin und Trainingstherapeutin nach OsteoDressage, als Gastdozentin zu uns. Sie vermittelt die Grundlagen und praktischen Übungen nach dem Konzept „Longieren als Dialog“. Ergänzend begleite ich den Kurs mit meinem Schwerpunkt auf Anatomie und Biomechanik des Pferdes.
Im Mittelpunkt stehen das Verständnis für die Bewegung des Pferdes und eine klare, fein abgestimmte Kommunikation, statt dem Erzeugen einer bestimmten Kopf-Hals-Haltung.
Was erwartet euch?
Der Kurs vermittelt anatomische und biomechanische Grundlagen und beleuchtet unter anderem folgende Themen:
- Die Auswirkungen gerader und gebogener Linien auf den Bewegungsapparat des Pferdes
- Biegung, Balance und natürliche Schiefe
- Das Zusammenspiel der dorsalen und ventralen Muskelketten
- Die Bedeutung und Entstehung einer physiologisch sinnvollen Anlehnung
- Unterschiede in der Einwirkung von Trense und Kappzaum
Körpersprache, Position und Hilfengebung bei der Longenarbeit
- Grundlagen und Basisübungen nach dem Konzept „Longieren als Dialog“
Von der Theorie in die Praxis
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der praktischen Umsetzung der vermittelten Inhalte.
In Partnerübungen werden zunächst die Grundlagen der Hilfengebung sowie die Wirkung von Körpersprache, Position und Anlehnung erfahrbar gemacht.
Dabei können die Teilnehmer selbst erleben, wie unterschiedliche Signale und Einwirkungen wahrgenommen werden und welche Bedeutung eine klare, fein abgestimmte Kommunikation hat.
Anschließend besteht die Gelegenheit, die erlernten Grundlagen und erste Basisübungen des Konzepts „Longieren als Dialog“ unter fachlicher Anleitung an unseren Pferden auszuprobieren.
Die kleine Teilnehmergruppe bietet Raum für individuelle Rückmeldungen, Fragen und den gemeinsamen Austausch.
Für wen ist der Kurs geeignet?
Der Kurs richtet sich an interessierte Pferdebesitzer, Reiter, Therapeuten und alle, die ihre Longenarbeit bewusster, pferdegerechter und biomechanisch sinnvoll gestalten möchten.
Besondere Vorkenntnisse im Longieren sind nicht erforderlich. Auch für Teilnehmer mit Longiererfahrung bietet der Kurs die Möglichkeit, bestehende Arbeitsweisen zu hinterfragen, biomechanische Zusammenhänge besser zu verstehen und neue Impulse für das eigene Training mitzunehmen.